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Josefsheim Bigge: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Josefsheim [[Bigge]] ist ein Dienstleister für Menschen mit Körper-, Lern-, Sinnes-, psychischen, geistigen und Mehrfachbehinderungen sowie für Menschen, die kurzfristig oder dauerhaft einen besonderen Unterstützungsbedarf haben. Es ist eine Einrichtung der Josefs-Gesellschaft, die 1904 unter anderem von [[Heinrich Sommer]] auf [[Schloss Schellenstein]] gegründet.<br>
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Das Josefsheim [[Bigge]] ist ein Dienstleister für Menschen mit Körper-, Lern-, Sinnes-, psychischen, geistigen und Mehrfachbehinderungen sowie für Menschen, die kurzfristig oder dauerhaft einen besonderen Unterstützungsbedarf haben. Es ist eine Einrichtung der Josefs-Gesellschaft, die am 15. August 1904 unter anderem von [[Heinrich Sommer]] und Conrad Freiherr von Wendt auf [[Schloss Schellenstein]] gegründet. Das Josefsheim Bigge ist die erste Einrichtung der Josefsgesellschaft. "Heilung, Pflege und gewerbliche Ausbildung verkrüppelter Personen", sollten die Ziele sein.
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Als "Josefs-Krüppelheim" gründete Rektor Heinrich Sommer die Einrichtung. Er kaufte das Haus Hoffmann am Bahnhof in Bigge und errichtete eine Werkstatt zur Ausbildung im graphischen Bereich. Setzerei, Druckerei und Buchbinderei waren die ersten Werkstätten. 1906 wird ein neues Werkstattgebäude gebaut. Schuhmacher, Schneider, Schlosser, Drechsler und Schreiner werden ausgebildet. 1912 wird eine Berufsschule geschaffen, zudem wird die [[Elisabeth-Klinik Bigge]] errichtet. In den beiden Weltkriegen diente das Josefsheim als Lazarett.
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1915 werden die orthopädischen Werkstätten aufgebaut zur Ausbildung von Orthopädie-Mechanikern, Bandagisten, Orthopädie-Schuhmachern, Drechslern sowie Bürsten- und Korbmacher. Die Kirche des Josefsheims wird 1917 gebaut. Esfolgten stetige Erweiterungen um Speisesaal, Schlafplätze. Einen wesentlichen Schritt ging man 1960. Mit der Erweiterung und dem Umbau der Ausbildungs- und Produktionsstätten wurde die Kapazität auf etwa 300 Plätze ausgebaut.
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1979 wurde der Heilpädagogische Kindergarten Sonnenschein eröffnet. 1982 folgte das Berufsbildungswerk. 1984 erfolgte die Anerkennung der Bigger Werkstätten als Werkstatt für behinderte Menschen. Mit der Josefs-Brauerei kam im Jahr 2000 Europas erste behindertengerechte Brauerei dazu. Mittlerweile wurde die Brauerei in Bigge jedoch aufgegeben. Investoren verlegten sie nach Bad Lippspringe. Über die Jahre kamen weitere externe Standorte in Lipperode und Sundern dazu. Über 800 Menschen mit Behinderung werden heute durch das Josefsheim unterstützt.<br>
  
  

Aktuelle Version vom 21. August 2022, 16:02 Uhr

Das Josefsheim Bigge ist ein Dienstleister für Menschen mit Körper-, Lern-, Sinnes-, psychischen, geistigen und Mehrfachbehinderungen sowie für Menschen, die kurzfristig oder dauerhaft einen besonderen Unterstützungsbedarf haben. Es ist eine Einrichtung der Josefs-Gesellschaft, die am 15. August 1904 unter anderem von Heinrich Sommer und Conrad Freiherr von Wendt auf Schloss Schellenstein gegründet. Das Josefsheim Bigge ist die erste Einrichtung der Josefsgesellschaft. "Heilung, Pflege und gewerbliche Ausbildung verkrüppelter Personen", sollten die Ziele sein.

Als "Josefs-Krüppelheim" gründete Rektor Heinrich Sommer die Einrichtung. Er kaufte das Haus Hoffmann am Bahnhof in Bigge und errichtete eine Werkstatt zur Ausbildung im graphischen Bereich. Setzerei, Druckerei und Buchbinderei waren die ersten Werkstätten. 1906 wird ein neues Werkstattgebäude gebaut. Schuhmacher, Schneider, Schlosser, Drechsler und Schreiner werden ausgebildet. 1912 wird eine Berufsschule geschaffen, zudem wird die Elisabeth-Klinik Bigge errichtet. In den beiden Weltkriegen diente das Josefsheim als Lazarett.

1915 werden die orthopädischen Werkstätten aufgebaut zur Ausbildung von Orthopädie-Mechanikern, Bandagisten, Orthopädie-Schuhmachern, Drechslern sowie Bürsten- und Korbmacher. Die Kirche des Josefsheims wird 1917 gebaut. Esfolgten stetige Erweiterungen um Speisesaal, Schlafplätze. Einen wesentlichen Schritt ging man 1960. Mit der Erweiterung und dem Umbau der Ausbildungs- und Produktionsstätten wurde die Kapazität auf etwa 300 Plätze ausgebaut.

1979 wurde der Heilpädagogische Kindergarten Sonnenschein eröffnet. 1982 folgte das Berufsbildungswerk. 1984 erfolgte die Anerkennung der Bigger Werkstätten als Werkstatt für behinderte Menschen. Mit der Josefs-Brauerei kam im Jahr 2000 Europas erste behindertengerechte Brauerei dazu. Mittlerweile wurde die Brauerei in Bigge jedoch aufgegeben. Investoren verlegten sie nach Bad Lippspringe. Über die Jahre kamen weitere externe Standorte in Lipperode und Sundern dazu. Über 800 Menschen mit Behinderung werden heute durch das Josefsheim unterstützt.



Josefsheim Bigge
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